Da schlägt des Skippers Herz höher!

Am vergangenen Weekend waren wir auf der Strasse unterwegs. Am Samstag war in Zürich Neueröffnung von A.W. Niemeyer, einem grossen Bootsausrüster. Der neue und erste Laden in der Schweiz ist riesig! Bei der grossen Auswahl schlägt des Skippers Herz gleich höher. Wir haben uns drei ganze Stunden in dem Laden vergnügt 🙂 . Segelkleider anprobiert, Ausrüstung begutachtet, verglichen etc. Dabei ist eine Liste mit kleinen und grossen Dingen entstanden, die wir noch brauchen um unsere Vorbereitungen für aufs Meer abzuschliessen. Das coole ist, dass AWN uns auf unserem Abenteuer auf der Ostsee unterstütz! Mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Und da wir schon mal in der Region Zürich waren, konnten wir gleich noch andere Dinge erledigen und Freunde von Esther so wie ihre Eltern besuchen. So gab es dann einen ruhigen Sonntag in Wald (nicht im Wald 😉 ). Und heute Montag habe ich schon den nächsten Arbeitseinsatz an der Pust organisiert. Am Mittwoch heisst es wieder, Ärmel hochkrempeln!

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Mit Knochenarbeit zum neuen Motor

Das grosse Rückwärtszählen hat definitiv begonnen. Jetzt sind es nur noch 7 Wochen Unterricht! Ehrlich gesagt, momentan sind es sieben Wochen zu viel 🙁 Ich mag nicht mehr. Und seit wir von der Salomon zurück sind, macht das „Rumsitzen“ noch viel mehr mühe. Aber damit ich nicht nur sitzen musste, war ich diese Woche Mittwoch nachmittag und Donnerstag in Lengnau. Denn bei Bärtschis steht momentan unsere Pust. Am Mittwoch war ich zuerst noch in der Scheurer Bootswerft, meinem ehemaligen Lehrbetrieb. Die werden den neuen Motor einbauen. Doch bis es soweit ist habe ich noch einiges zu tun. So war ich dort, um noch einiges zu besprechen und um Material für die Skegverlängerung mitzunehmen. Dummerweise hatte ich das eine Mass nicht dabei, so musste ich nochmals nach Lengnau fahren, messen und wieder nach Nidau um den Schaum zu holen. So geht die Zeit auch vorbei… Als ich dann endlich in Lengnau war, begann ich sofort den Schaum zuzuschneiden und zu verkleben. Das Problem mit dem Verkleben von Schaum ist, dass der Leim eine lange Trockenzeit hat und so konnte ich an der Skegverlängerung nicht mehr weiter arbeiten. Dafür habe ich am Schiff rund um den Skeg und dort wo die Verlängerung hinkommt, die alte Farbe und den Gelcoat weggeschliffen. Dabei habe ich auch zwei – drei Blasen ausgeschliffen, was ein Hinweis auf Osmose ist. Dass das Unterwasserschiff kleine Blasen hatte wusste ich. Und da war es gar nicht schlecht, diese mal aufzuschleifen. Das gute, sie sind trocken! Wäre es wirklich „aktive“ Osmose, wären diese Blasen mit einer Flüssigkeit gefüllt, die nach Essig stinkt.

Am Donnerstag ginge also weiter. Zuerst habe ich die Skegverlängerung (Schaum) angepasst und dann mit einer Lage Glasmatte/ Polyester überlaminiert. Während das trocknete habe ich eine Plane übers Cockpit gespannt, denn es gab immer wieder einige Regentropfen. Als ich dann in den Motorenraum schaute staunte ich nicht schlecht. Es war Wasser darin. Klar, ich habe nach dem ich den Spiegel verstärkt habe, die Schlauchstücke bei den Bankabläufen noch nicht wieder montiert. Und so ist das Regenwasser von den Bänken in die Backskisten geflossen und von dort weiter in den Motorenraum. Also habe ich das ausgetrocknet und mit dem Heizgebläse getrocknet. In der Zwischenzeit konnte ich am Skeg weitermachen. Ich habe eine 15 mm Kunststoffplatte zugeschnitten und ans Ende geklebt und wieder mit einer Lage Glasmatte überlaminiert. Diese Platte brauche ich, damit ich dann die Antriebswelle fixieren kann.

Nach einer kurzen Mittagspause habe ich im Motorenraum weiter gemacht. Ich musste die Motorenfundamente auf der hinteren Seite um fünf Millimeter abhobeln. Aber statt zu hobeln, habe ich den Oberfräser genommen und „Streifen“ rausgefräst. Der Rest habe ich mit dem Stechbeitel weggespitzt und dann noch mit dem Hobel alles schön gemacht und die Ecken gerundet. Dann habe ich die Motorenfundamente mit zwei Lagen Glasmatte/Polyester überlaminiert. Das war eine recht mühsame Arbeit, denn ich musste das vom Salon aus machen. Also knien, und unter der Türschwelle hindurch in den Motorenraum hangen und so arbeiten. Zudem sah ich immer auf den Aussenseiten der Motorenfundamente kaum was ich tat, denn da sind nur ca. 10 cm Raum bis zur Wand. Aber jetzt ist gemacht, und es sieht wunderschön aus 🙂 Gleichzeitig habe ich am Ende der Motorenfundamente noch einen Abschluss hingeklebt und überlaminiert. Nun haben wir unter dem Motor eine geschlossene Ölwanne, was auch Vorschrift ist. Und für die Batterien habe ich noch einen Keil eingeklebt, damit die Halterung verlängert werden kann, damit auch zwei Batterien platz haben.

Leider bin ich nicht ganz soweit gekommen wie ich das gehofft hatte, aber trotzdem ist wieder eine Menge Arbeit erledigt! Und nun am Wochenende geht es weiter. Nicht direkt an der Pust, aber mit einkaufen 😉 Wir gehen morgen Samstag nach Zürich an die Neueröffnung von Nimyer Schweiz. Das scheint ein vielversprechender Ausflug zu werden. Aber dazu gibt es später mehr…. . Allen ein frohes Weekend.

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Frühlingserwachen

Mitte Januar wurde es immer kälter, und nachdem ich den Spiegel neu mit Gelcoat gestrichen hatte, konnte ich nicht mehr an der Pust arbeiten, da es bei minus 15 Grad einfach zu kalt war. Zudem war ich dann Anfangs Februar im Schlussspurt meiner Bachelorarbeit. Kaum war diese fertig und abgegeben, flogen wir an die Wärme, auf die Kap Verden. Dort waren wir zwei Wochen auf dem Jugendschiff Salomon, um einen Eindruck von der Arbeit zu erhalten. Am 27. Februar waren wir zurück in der Schweiz, gerade rechtzeitig zum Frühlingserwachen.

Am 1. März ging es dann im wahrsten Sinne des Wortes weiter mit der Pust. Beat kam sie holen und dann brachten wir sie nach Nidau, in die Scheurer Bootswerft.  Dort wurde zum ersten Mal der neue Motor an Bord gehoben. Dabei stieg die Spannung, ob das neue Motorenfundament auch passt oder ob ich da beim bauen einen Überlegungsfehler gemacht habe. Aber alle Sorgen waren umsonst, es passte. Eine ganz kleine Änderung muss ich noch vornehmen, bevor ich es mit Polyester und Glasmatte überziehen kann.

Doch bevor jetzt der Motor eingebaut werden kann, muss ich aussen am Boot den Skeg (Keil am Rumpf, wo die Antriebswelle aus dem Boot kommt) um 18 cm verlängern, damit wir die Antriebswelle einbauen können. Welle, Stevenrohr und Stopfbuchse sind bestellt und sollten ende nächste Woche geliefert werden. Bis dann ist das Ziel, den Skeg zu verlängern und das Motrenfundament zu überlaminieren.

Es geht nun also Vorwärts mit der Pust, was auch nötig ist. Denn in vier (!) Monaten stechen wir in See!

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Mehr als nur Kosmetik

In den letzten zwei Wochen habe ich immer wieder einige Stunden an der Pust gewerkelt. Meistens pro Tag eine bis zwei Stunden, als „Erholung“ zum Bachelorarbeit schreiben.

Ich habe nun alle Löcher im Spiegel ausgeschliffen und mit angedicktem Gelcoat gespachtelt. Weil der Spiegel durch die Motorenhalterung ziemlich „verbeult“ ist, sah das ganze noch nicht zufriedenstellend aus. Darum habe ich kurzerhand der Zierstreifen (Kleber) entfernt, den ganzen Spiegel überschliefen und gestern Samstag neuer Gelcoat aufgetragen. Nun ist alles wieder gleichmässig weiss, aber die Oberfläche ist noch „holprig“, muss das ganze nochmals feinschleifen und dann polieren.
Da es in den letzten Tagen immer kühler wurde, und auch ganz schön feucht war (der Rumpf fühlte sich immer nass an wenn man darüber strich), habe ich den Spiegel eingepackt. Ichhabe mit einer Plane ein „Häuschen“ gebaut, und so konnte ich nach dem Spachteln oder Gelcoat streichen das ganze mit einem kleinen Heizlüfter etwas temperieren, so dass der Gelcoat auch gut aushärten konnte.

Am Gelcoat streichen.

 

Weiter habe ich im Cockpit die stehenden Flächen mit ganz feinem Schleifpapier (P320 und P400) überschliefen, so dass die oberste, poröse Schicht entfernt wurde. Nun habe ich wieder eine schön gleichmässig und weisse Oberfläche. Es ist noch etwas Schleifarbeit  ausstehend, und dann kann ich die Flächen aufpolieren und wachsen, so dass wieder alles schön glänzt und Wasser- und schmutzabweisend ist.

Esther hat in der Zwischenzeit begonnen, vom Motorenraum Schablonen von Wänden und Deckel anzufertigen. Denn der Motorenraum muss noch mit Schallschutzmatte eingekleidet werden.

So kommen wir Stück für Stück voran mit den Arbeiten. Schon bald kommt die Pust in die Werft, damit der Motor eingebaut wird. Bis dann gilt es aber noch einiges zu erledigen.

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Mit Volldampf ins neue Jahr!

Die Weihnachtsferien vom 19. bis 31. Dezember haben wir genutzt, um mit Volldampf an der Pust zu arbeiten. Zuerst haben wir sie unter Dach gestellt bevor es richtig schneite (nur heil der Schnee ja nicht lange an). Dabei ist fast unser Auto drauf gegangen. Nun ja, so zwei Tonnen sind schon etwas viel für den Lancer 😉 Unter Dach konnte ich beginnen, die alte Motorenhalterung am Spiegel zu demontieren. Weiter habe ich ein „Modell“ vom neuen Motor erstellt, damit wir die Mororenlager im Motorenraum einpassen konnten.

An Weihnachten war Esthers Sippe zu besuch und die meisten sahen dann zum ersten Mal unsere Pust in echt. Nach Weihnachten wurde die Pust noch einmal verschoben, diesmal aber mit dem Traktor! Ich konnte die Einstelhalle vor der Schreinerei der Pilgermission nutzen. So waren wir an der Wärme und die Maschinen und Werkbänke waren auch nur ein paar Schritte entfernt. Die Pust passte fast genau in das „Loch“, Links, Rechts und Oben waren nur noch ein paar Zentimeter Luft. Es war also „Passarbeit“ nötig.

Kaum war die Pust an der Wärme, begann ich zu arbeiten. Die Badeleiter die bis dann noch zum einsteigen gebraucht wurde, kam weg. Ebenso der Auslass vom Gasfach am Spiegel. Dann habe ich alle Löcher im Spiegle ( von Innen) ausgeschliffen und mit Polyester/Glasmatte aufgefüllt. Weiter ging es mit einpassen von Sperrholz, zur Verstärkung des Spiegels.
Am 28. und 29. Dezember war zudem Beat mit den beiden Jungs da. Während Esther mit den Jungs Spiel spielte und den Basler Zolli unsicher machte, haben Beat und ich die Ärmel hochgekrempelt und gearbeitet wie wild 🙂 Zuerst haben wir die Sperrholzplatten fertig eingepasst und mit Epoxi eingeklebt. Mit Holzleisten haben wir die Platten verstrebt, bis der Epoxi hart war. Das sah witzig aus. Dann haben wir „den Motor“ (also mein „Modell“) anhand der Antriebswelle im Motorenraum eingepasst und die Motorenfundamente hergestellt. Diese haben wir dann auch mit Epoxi eingeklebt.

Am Freitag als die drei Bärtschis wieder abgereist waren, habe ich mich in die Backskiste gezwängt und die Sperrholzplatten mit zwei Lagen Glasmatte und Polyester überzogen. Es war eine recht mühsame Arbeit, denn es war nicht viel Platz zum bewegen und ich kam zum Teil fast nicht in die Ecken. Zudem hat es in den engen Kisten fürchterlich gestunken! Am Abend war ich fixfertig.

Am Samstag habe ich dann aufgeräumt. Eigentlich wollte ich noch die Motorenfundamente mit Glasmatte/Polyester überziehen, aber ich hatte keinen Polyester mehr. So habe ich den Spiegel innen fertig gemacht (wo nötig überschliefen, damit alles schön glatt war) und aussen die Löcher und unzähligen Risse ausgeschliffen. Mit dem Resten Gelcoat (Deckschicht für Polyester) habe ich die hälfte dann mal ausgespachtelt.

Am 1. Januar 2012 wurde die Pust ein letztes mal über den Berg geschoben. Sie steht nun wieder draussen, aber nach wie vor unter Dach. Irgendwann muss ich nun Polyester und Gelcoat holen, damit ich weiterfahren kann. Doch jetzt muss ich zuerst ein Bisschen  an meiner Diplomarbeit arbeiten, das hat jetzt erste Priorität.

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Frohe Weihnachten

Obwohl der Schnee schon wieder geschmolzen ist – allen frohe Weihnachten.

Die Pust steht inzwischen unter Dach und nächste Woche geht es richtig los mit den Arbeiten! Die Motorenlager so wie die Verstärkung des Spiegels stehen auf dem Programm. Mal fürs erste. Aber alles weitere kommt im neunen Jahr 😉 Wir haben in der vergangenen Woche eine lange Materialliste fertig zusammengestellt und in Bestellung gegeben. Nun steht dem Refit nichts mehr im Wege.

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Wetterglück

Am vergangenen Donnerstag war es nun soweit, unsere Pust kam aus dem Wasser und auf den „Berg“ – nach St.Chrischona.

Um 11.30 Uhr fuhren Esther und ich mit demAnhänger im Schlepptau los nach Biel. Dort erwartete uns schon Beat und Tim. Ich fuhr alleine ein letztes mal für dieses Jahr und mit dem alten Aussenbordmotor auf den See hinaus. Aber bereits nach knappen 10 Minuten war ich im Barkenhafen in Nidau. Kaum angelacht, begannen wir die Wanten zu lösen, ebenfalls  die Kabel von den Lampen im Mast. Dann kam schon der Kranmeister, legte eine Schlinge um den Mast und ein paar Minuten später lag der Mast auf dem Deck. Dieser habe ich schnell vorne und hinten festgebunden, dann hing die Pust auch schon am Kran. Bevor wir sie aber auf den Anhänger verluden, haben wir das Unterwasserschiff mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt und den Rumpf gereinigt. Die Pust war nun etwas länger als ein Jahr im Wasser und obwohl wir im Sommer ein paar mal mit der Fegbürste das Unterwasserschiff gereinigt hatten, hatte es guten Bewuchs und sogar einige Wandermuscheln haben es sich gemütlich gemacht.

Nach der Reinigung haben wir die Pust auf den Anhänger verladen. Das dauerte gerade noch einen Moment, denn die Stützen mussten eingestellt werden, ist der Anhänger ja ganz neu. Leider waren die Verstrebungen der Stützen nicht so optimal (dass die Stütze nicht nach aussen rutschen kann), so dass wir die Stützen zusätzlich mit einem Spannset zusammenbanden. Nun werde ich diese Stützen mit Ketten und Spanner ersetzen, damit das ganze sicherer wird.

Gegen 17 Uhr waren wir fertig mit aufladen und festbinden und zusammen mit Beat und Tim fuhr ich mit der Pust im Schlepptau nach Basel, genau auf St.Chrischona. Esther holte mit unserem Auto Ursula in Lengnau ab und kam uns hinterher. Nach dem wir dann die Pust auf St.Chrischona „parkiert“ hatten, gab es ein feines Raclette zum Znacht. So Liesen wir bei Köstlichkeiten den Abend ausklingen.

Nun kann ich unsere Pust vom Küchenfenster aus sehen, und ihr jeden Tag eine guten Morgen wünschen 😉

Die kommende Woche ist die letzte mit Unterricht für dieses Semester und Kalenderjahr. Vom 14. bis 16. Dezember schreibe ich meine Prüfungen, und dann werde ich mich etwas intensiver der Pust widmen. Während den Weihnachtsferien möchte ich das neue Motorenfundament einbauen und den Spiegel verstärken. Mal schauen, ob das aufgeht oder ob ich mich zeitlich überschätzt habe.

 

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„Vier Räder“ näher am Abenteuer!

Seit heute sind wir „vier Räder“ näher an unserem grossen Abenteuer. Ich konnte den Anhänger für unsere Pust abholen. Nun ist die Pust nicht nur auf dem Wasser mobil, sondern auch auf der Strasse.

Die erste Reise von Wettingen ZH nach St.Chrischona hat der Anhänger gut gemeistert und auch unser Auto hat sich als gutes Zugfahrzeug erwiesen, der Anhänger war ja noch leer 😉

Mit dem Anhänger zurück auf St.Chrischona

Der erste „richtige“ Einsatz mit dem Anhänger kommt nun am Donnerstag. Da werden wir die Pust auswassern und auf den Anhänger verladen. Das ist der Startschuss für die Refit-Arbeiten und der Auf-/Ausrüstung für die Ostsee. Bin gerade dabei, die „Vorarbeiten“ am Schreibtisch zu beenden. Die Listen werden immer länger, und die Kataloge sind schon bald durchsichtig geblättert 🙂

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Saisonschluss

Der gestrige Samstag war der absolute Höhepunkt der Woche. Wir waren nochmals auf unserer Pust, ein letztes Mal für dieses Jahr, bevor sie ihr Element verlässt. Das Wetter war traumhaft, die Sonne nochmals richtig wärmend.

Zum Mittagessen (so um 14 Uhr) gab es feine Käseschnitten à la Erwin, in seinem Organellen „Toster“ für auf dem Campingherd. Diese Käseschnitten, mit dänischem Doppelrahmkäse und Zwiebelringen sind einfach der Hammer!

Was auch noch Spass gemacht hat war, dass ich mein neues „Spielzeug“ ausprobieren konnte 🙂 Wir haben vor einiger Zeit eine neue Digitale Kompaktkamera von Canon gekauft. Die Fotos in diesem Blogeintag stammen von diesem kleinen Ding. Und nebst Fotos, macht sie auch Filme in HD! Nun probiere ich mich also noch im Filmen und im Filmschneiden 🙂

Nach dem Essen gab es einen Mittagsschlaf und mit der untergehenden Sonne ging es zurück an den Platz im Kanal. Nach Kaffee und Guetzli räumten wir noch alle Lebensmittel ab dem Schiff. Zudem habe ich schon den Grossbaum demontiert, und zusammen mit dem Spiebaum vom Schiff genommen. Nun ist unsere Pust vorbereitet für die nächste Reise, welche sich hinter dem ersten Törchen des Adventskalenders versteckt 😉 Am 1. Dezember werden wir sie voraussichtlich auswassern, und dann sieht sie bis im März kein Wasser mehr. Dafür kriegt sie einen neuen Motor und sonnst noch ein paar Dinge.

Den Abend liesen wir bei Bärtschis ausklingen. Alles im ganzen, ein perfekter Tag!

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St.Petersinsel – ein Kleinod auf Erden

Am Freitag habe ich um 18 Uhr Esther in Riehen abgeholt und dann sind wir nach Biel gefahren. Haben noch einige Kleinigkeiten erledigt und sind dann aufs Schiff. Es blies eine herrliche Biese, 3-4 Bf. Und so entschlossen wir uns, Segel zu setzten und auf die St.Petersinsel zu segeln. Einmal Segel gesetzt, flitzen wir auf direktem Kurs über den See mit gut 5 Knoten Fahrt, also Höchstgeschwindigkeit, für unser Schiff. In den Böen kamen wir zwischendurch auf über 6 Knoten, das schnellste was wir am GPS abgelesen haben, waren 6,6 Knoten – unser Schiff war am gleiten!
Wir verkrochen uns in der Rattenbucht, nahe beim Hotel. Das ist ein kleiner Hafen mitten im Schilf, und super geschützt von Wind und Wellen. Trotz gutem Wind schaukelte es uns nur leicht – gerade richtig um einzuschlafen.

Den Samstag genossen wir bei prächtigem Wetter auf der Insel. Ich machte mich auf die Suche nach den Kastanienbäume, und fand sie tatsächlich. Ich war mal vor x Jahren mit Erwin Kastanien sammeln, da war ich aber noch in der Schule!

Meine "Beute"

Esther genoss in dieser Zeit die Sonne, Ruhe und ihr Buch.

Später gestatteten wir dem Hotel noch einen Besuch ab und gönnten uns einen Coup! Unser Geheimtipp ist der „Coup Heideweg“. Absolut himmlisch!
Nach diesem Leckerbissen ginge über den „Berg“ nochmals zu den Kastanienbäumen und zu den Aussichtspunkten.

Aussicht Richtung Südwesten, übers Hotel hinweg.

Blick gegen Osten, nach Biel, das im Dunst verschwindet.

Im Verlauf des Nachmittags legte ein weiteres Segelschiff in die Rattenbucht an, und mit dessen Crew grillierten wir am Abend unser Fleisch und hatten bei einer Flasche Wein einen gemütlichen Abend, vor dem schön wärmenden Feuer.

Der Sonntag meinte es nicht mehr so gut mit uns. Zum einen verzog sich der Hochnebel nicht, noch hatte es Wind zum zurücksegeln. Wir starteten die Rückfahrt mit unserem alten Mariner und unterwegs gab es immer wieder kurze Stücke, wo wir segeln konnten. Aber nie länger als 10 Minuten am Stück.
Zurück in Biel räumten wir auf. Als wir das Vorsegel bergen (herunternehmen) wollten, klemmte wieder die Rollreffanlage (damit kann das Segel aufgewickelt werden). Das diese Anlage klemmt, ist nichts neues. Wir haben den ganzen Sommer schon damit gekämpft. Als ich mich nun wieder versuchte, das Klemmen zu überlisten, machte es plötzlich „klacks“ und das Vorstag (Drahtseil das den Mast nach Vorne abspannt) hing mit samten Segel schlaff herunter. Sch…ön. Ich habe sofort den Mast nach vorne mit einem Fall (Seil, mit dem man die Segel in den Mast zieht) gesichert. Und dann haben wir Segel und Rollreffanlage geborgen.

Die demontierte Rollreffanlage mit dem gerissenen Vorstag.

Warum es das Drahtseil „aufgedreht“ hat und die einzelnen Kardelen dann gebrochen sind, das weis ich noch nicht genau. Aber jetzt wissen wir wenigsten, warum es immer geklemmt hat und können den Schaden beheben.
Und das Ersetzten des Vorstags (Drahtseil) ist eine relativ einfache Sache.

Das

Damit das Wochenende, das eigentlich sehr erholend und wunderschön war, doch noch einen guten Abschluss kriegt, sind wir noch bei Bärtschis zum Nachtessen vorbei. Es gab ein feines Raclette. Ein krönender Abschluss.

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